Foren

01 – Konzepte und Strukturen der Filmbildung in Niedersachsen

Unter Federführung des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung ist in den letzten Jahren ein „Netzwerk Filmbildung“ entstanden, dass in Verbindung mit verschiedensten Qualifizierungs- und Projektangeboten die praktische Umsetzung von rezeptiver und produktiver Filmarbeit in den niedersächsischen Schulen unterstützt und weiterentwickelt. Wichtiger Baustein sind dabei auch durch das NLQ entwickelte Unterrichtsmaterialien, die in der Regel online zur Verfügung stehen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums erhalten einen umfassenden Überblick über diese Netzwerkstrukturen, Maßnahmen und Projekte. Im Anschluss daran steht der Austausch über die Möglichkeiten, Stärken, Schwächen und Perspektiven der Niedersächsischen Filmbildung.

Mehr Informationen zur Filmbildung in Niedersachsen erhalten sie unter www.filmbildung.nibis.de

Jörg Gabriel ist Referent für Filmbildung am Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ). Er verantwortet zahlreiche Projekte und Maßnahmen der Filmbildung in Niedersachsen, darunter die Filmlehrerausbildung „Taschengeldkino“, Das Referenzschulsystem: FILM und den FilmSummit 2017.

Als „Filmberater“ im „Netzwerk Medienberatung Niedersachsen“ leitete er jahrelang zahlreiche Fortbildungen und Workshops mit dem Schwerpunkt der praktischen Filmarbeit mit Schülerinnen und Schülern aller Alters- und Schulstufen. Im Rahmen seiner Lehrertätigkeit für Deutsch und Geschichte war er als zertifizierter „Niedersächsischer Filmlehrer“ Obmann einer „Referenzschule Filmbildung“ in der Region Hannover.

02 – Handlungsorientierter Fremdsprachenunterricht mit Filmen

In dieser Veranstaltung wird aufgezeigt, wie Filme im Fremdsprachenunterricht handlungsorientiert, differenzierend und sogar filmanalytisch eingesetzt werden können.

Filme sind eine große Bereicherung im Fremdsprachenunterricht. Sie zeigen kulturelle und sprachliche Besonderheiten in einem bestimmten Kontext und erzählen auf vielschichtige Art Geschichten.

Anhand von Beispielen werden den Teilnehmern Unterrichtsideen aufgezeigt, die die Kompetenzen Hörverstehen, Sprechen und Schreiben miteinander verbinden. Mit Hilfe darstellender und filmpraktischer Unterrichtsmethoden kann so der Unterricht lebendiger gestaltet und der Sprechanteil der Schülerinnen und Schüler auf motivierende Weise erhöht werden.

Zudem wird eine Verbindung zur Filmanalyse hergestellt – ein Thema, das nicht nur den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe vorbehalten sein sollte.

Kurzvita Franziska Stremski

Franziska Stremski unterrichtet seit 2003 an der Oberschule Steimbke (Referenzschule Filmbildung) die Fächer Deutsch, Englisch, Musik. Seit Beginn ihrer Tätigkeit führt sie mit ihren Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Filmprojekte durch, sei es in Projekten, AGs, Klassen- oder Fachunterricht sowie als WPK Film und war mit ihren Lerngruppen bereits mehrfach erfolgreich bei der Weser-Hunte Filmklappe.

Sie ist qualifizierte Filmlehrerin und neben ihrer Tätigkeit als Lehrkraft und Medienpädagogische Beraterin im Landkreis Nienburg / Weser Filmberaterin in der Region Mitte Nord. Schwerpunkte ihrer Arbeit in der Filmbildung sind u.a. „Filme im Fremdsprachenunterricht“ und „Entwickeln einer Filmidee“.

 

03 – Historisch-kritische Filmanalyse im Geschichtsunterricht

Filme schaffen ein eigenes Raum-Zeit-Kontinuum, dessen Analyse Rückschlüsse auf den dem Film zugrunde liegenden gesellschaftlichen Kontext erlauben. Dies gilt sowohl für die dargestellte Geschichte als auch für den Produktionshintergrund. Für Lernprozesse sind dabei Materialien erforderlich, die es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich aktiv mit der Filmrealität, Bedingungsrealität, Bezugsrealität und Wirkungsrealität von Filmen auseinanderzusetzen.

 

Detlef Endeward, M.A.
ist Fachbereichsleiter Medienbildung im Nds. Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) in Hildesheim. Er studierte Geschichte, Politik, Philosophie und Pädagogik an der Universität Hannover und arbeitete anschließend an Schulen und in der außerschulischen Bildung. Seit Anfang der 80er Jahre ist er im Bereich der Medienbildung tätig, zunächst in der Landesmedienstelle Niedersachsen, dann im Nds. Lehrerfortbildungsinstitut.

Von 2000 bis 2003 war er Mitglied der Projektgruppe n-21 im Nds. Kultusministerium. Von 1991 bis 2014 war er Lehrbeauftragte am Historischen Seminar der Universität Hannover. Er ist Vorstandsmitglied der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Kommunikation und Medien (IAKM) und der Gesellschaft für Filmstudien (GFS), Mitglied der Länderkonferenz MedienBildung (LKM), der GMK und Mitglied im Nutzerbeirat des Georg-Eckert-Instituts sowie des wissenschaftlichen Beirats des Filminstituts Hannover. Arbeitsschwerpunkte sind Medienkonzeptentwicklung an Schulen, Unterrichtsentwicklung, Historisch-politisches Lernen mit Medien
www.medienbildung.nibis.de
www.iakm.de

 

 

04 – Holocaust im Film: Materialien zur Erinnerungskultur für die Sekundarstufe

Anmeldung nicht mehr möglich!

Erinnerungskultur: Projekte und Gedenkstättenarbeit
Erinnern – wozu? Die Antwort findet sich leicht, aber: Erinnern – wie? ist hingegen schwieriger. In Niedersachsen gibt es unterschiedlichste Institutionen, Projekte und Ansätze. In diesem Forum sollen einige dieser zahlreichen Erinnerungsorte und Angebote vorgestellt, aktuelle Projekte diskutiert und neue Anforderungen an die Erinnerungskultur besprochen werden.

Gedenkstättenarbeit:
Insbesondere durch das recht weite Spektrum von Erinnerungsorten an das Terrorregime des Nationalsozialismus wie neben der Gedenkstätte Bergen-Belsen bspw. das ehemalige Konzentrationslager Esterwegen, Moringen (Jugendkonzentrationslager) oder Holzen (Außenlager von Buchenwald), Kliniken der NS-Psychiatrie (z.B. Lüneburg und Wehnen), Gestapo- und weitere Strafanstalten und Kriegsgefangenlager bietet sich eine Vielfalt an Begegnungs- und Auseinandersetzungsorten.
Das Land Niedersachsen fördert diese Orte mit Projektmitteln, seit 2004 durch die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und schafft somit überdies Orte der historischen Forschung, Bildung und Vermittlung, nicht nur für Schülerinnen und Schüler.
Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten sieht ihre Aufgabe in der vielfältigen Unterstützung der Gedenkstätten, in der noch immer notwendigen Weiterführung der Forschungsarbeit und der Veröffentlichung der Ergebnisse sowie in der Erarbeitung von Bildungs- und Vermittlungsmaterialien für die schulische und außerschulische Verwendung.

Fortbildungsmodul:
Yad Vashem – mehr als ein Erinnerungsort, sondern ein Ort des Schweigens und der Begegnung zugleich. Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) in Hildesheim hat in Kooperation mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten im Auftrag des Niedersächsischen Kultusministeriums ein Fortbildungsmodul für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt, das auf der Kooperationsvereinbarung des MK mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem fußt. Ziel dieser Fortbildung ist das Kennenlernen der israelischen Erinnerungskultur und der Vergleich mit deutscher Erinnerungsarbeit am Beispiel von Gedenkstätten und die Auseinandersetzung mit Methoden und Materialien von Gedenken und Erinnerung für die Arbeit in Schulen und Gedenkstätten.

Filmprojekt:
Filme im Unterricht – leicht gemacht. Das vom NLQ initiierte und n.a. in Zusammenarbeit mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Projekt „Der Holocaust im Film – Medialisierung und deutsches Geschichtsbewusstsein“ schnürt ein Paket mit derzeit acht unterschiedlichsten Filmen, didaktischem Unterrichtsmaterial, Hintergrundinformationen, interaktiven Arbeitsblättern und Anregungen sowie weiterführendem Material für gezielten Einsatz im Unterricht.
Ziel des Projektes ist es, eine vergleichende Filmanalyse im Rahmen von Unterricht zu bewerkstelligen und dem oftmals zu sperrigen Filmeinsatz zu erleichtern. Dabei sollen diese Filme in einer akzentuierten Fragestellung und vergleichenden Aspekten gegenübergestellt werden, um deren Narration zu erkennen und deren unterschiedliche Konstruktion von Geschichte dekodieren zu können. Mit verschiedenen Bausteinen zu bspw. ästhetischen oder rezeptionsgeschichtlichen Aspekten/Fragestellung bietet sich hier eine intensive Auseinandersetzung mit dem Medium Film, eben auch als Träger von geschichts- und erinnerungskulturellen Überzeugungen und Nuancen ebenso an, wie eine gezielte Beschäftigung mit der Frage nach Täter-/Opfer-Darstellung und der Wirkungsgewalt von Film.

 

Dr. phil. Heidi Martini, Jg 1977, Studium der Geschichte, Medienwissenschaft, Französisch, Promotion in Geschichte; Tätigkeit bei Filmfestivals sowie Lehre an Universität und Schule, Ausbildung angehender Lehrkräfte sowie Autorin. Schwerpunkte: Filmgeschichte und Medienforschung, Zeitgeschichte.

 

05 – Können Film- und Medienanalyse im Unterricht die Gewaltbereitschaft junger Menschen beeinflussen?

Seit es den Film gibt, ist im wissenschaftlichen Diskurs die Frage, ob oder inwieweit Gewaltdarstellungen im Film das Gewaltverhalten Jugendlicher oder auch nur ihr Konfliktlösungsverhalten beeinflussen, noch immer Gegenstand heftiger Kontroversen. Das Internet mit seinem extrem breiten Video-Angebot hat diese Kontroverse noch verstärkt.

Die Schule kann sich hier also nicht auf gesichertem Terrain bewegen, ist gleichwohl täglich gefordert, auf die Medienentwicklung mit all ihren Facetten zu reagieren. In diesem Kontext steht das Thema dieses Forums.

In einem Kurzvortrag werden aktuelle Ergebnisse der Medienrezeptionsforschung und der Wirkungsforschung dargestellt. Zudem werden die Untersuchungsergebnisse des Workshops „Untersuchung von Gewaltdarstellungen“ kurz vorgestellt, auch mit illustrativen Filmausschnitten verbunden.

Die Diskussion zu dem Forum-Thema lässt sich somit auf konkreter, praktischer Ebene ebenso führen wie auf einer eher theoretischen, den Stand der Forschung reflektierenden.
Es wird einerseits die Bedeutung von Gewaltdarstellungen in Filmen und Videos in Augenschein zu nehmen sein, und andererseits wird man erörtern können, inwieweit die Schule mit ihren unterrichtlichen Mitteln zu deren Reflexion beitragen kann.

Wilfried Lange

geb. 1951, Studium der Literaturwissenschaft einschließlich Filmgeschichte und Filmtheorie, Politikwissenschaft und Geschichte in Marburg.
Bis 2015 Lehrer am Gymnasium Ulricianum Aurich, dort auch diverse Koordinationsaufgaben, u.a. für das Selbstlernzentrum (mit einem breiten Angebot an Filmliteratur); seit 2015 im Ruhestand. Bis dahin und auch weiterhin tätig auf Gebieten der Filmwissenschaften, u.a. als Referent bei Lehrerfortbildungen, mit dem Schwerpunkt „Filmanalyse im Deutschunterricht“.

 

 

06 – Der Pornoclip – zwischen Tabu und täglicher Versuchung

Ein Gespräch über Verbreitung, Funktionalität, Wirkungen und Nebenwirkungen, Impulse für gesichtswahrende und herausfordernde Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, ein Beitrag zur Mediensuchtprävention

Eberhard Freitag ( Dipl. Pädagoge)
Leiter von return-Fachstelle Mediensucht in Hannover www.return-mediensucht.de

 

 

07 – Kolloquium Schulkinowochen (geschlossener Teilnehmerkreis)

Weiter Informationen unter „Specials“!